Nach einer aktuellen Studie der Initiative D21 nutzen bereits über 25% der Deutschen Internet-Angebote auf iPhone & Co. – weitere 40% sitzen in den Startlöchern und warten nur auf schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten und bessere Geräte. Als Internetagentur können wir diesen Trend bestätigen – kaum ein Kunde, bei dem im Zuge der Beratung und Projektbetreuung nicht die Sprache auf eine mobile Version der Website kommt.
Bei aller Euphorie sollte man aber eine Abwägung der Kosten und des Nutzens nicht vergessen. Nicht alle Inhalte eignen sich überhaupt für eine mobile Version und es muss auch nicht zwingend der gesamte Inhalt einer Website auf das mobile Gerät abgebildet werden. Die Nutzung einer Website unterscheidet sich grundsätzlich zwischen dem Abruf von einem regulären Computer oder einem Mobiltelefon. Insofern ist die Herausforderung, die Inhalte auf beide Plattformen sinnvoll abzubilden – und auch sinnvoll einzuschränken.
Ein gutes Anschauungsobjekt ist die mobile Version der Veranstaltung webcon2012, die im Oktober in Aachen stattfindet. Der reguläre Webauftritt des Aachener Internet-Kongresses ist für den Abruf über Computer mit typischen Bildschirmgrößen gedacht. Der Abruf über ein Mobilgerät ist zwar möglich, die Lesbarkeit und Bedienbarkeit bleibt aber massiv auf der Strecke. Zwar bieten die meisten mobilen Geräte die Möglichkeit, Inhalte der Website per Fingerdruck zu vergrößern. Dies ist aber nur eine Notlösung.
Da die Zielgruppe der webcon2012 aus technikaffinen Menschen besteht, haben wir beschlossen, die Website in einer mobilen Version zu erstellen. Dabei wurde zunächst die Navigation entschlackt. Von acht Menüpunkten der regulären Website blieben nur vier Einträge übrig, die für die mobile Nutzung Relevanz haben. Diese Menüpunkte wurden auf große, fingerfreundliche Tippflächen am oberen Bildschirmrand verlagert.
Im nächsten Schritt wurden die Inhalte angepasst und neu sortiert. Bedienelemente wurden intuitiv gestaltet – in der Sprecherübersicht genügt ein Fingertipp auf ein Foto um die Sprecherdetailseite zu öffnen. Textgrößen und Zeilenabstände wurden variiert um dem Leseverhalten auf Mobilgeräten gerecht zu werden.
Zum Schluß wurde eine Browserweiche eingebaut, die erkennt, wenn die Seite über ein Mobilgerät abgerufen wird und dann automatisch auf die Adresse www.webcon.mobi umleitet.
Dieses kleine Beispiel zeigt sehr gut, worauf man beim Konzeptionieren und Erstellen einer mobilen Website achten muss.


Zitat: “Der reguläre Webauftritt des Aachener Internet-Kongresses ist für den Abruf über Computer mit typischen Bildschirmgrößen gedacht.”
… und gibt hier einen 404 aus. Der Text im Kommentarfeld könnte übrigens auch ein bisschen dunkler sein. Ich sehe hier fast nichts (hellgrau auf weiss).
Danke für die Hinweise, Erik. Wir haben den fehlerhaften Link und die zu helle Schrift ausgebessert.