
Vor wenigen Tagen habe ich eines unserer Projekte im Beta-Stadium im Sitzungssaal des Würselener Rathauses vorgestellt. Kollege Pawel hat mich – wohl nicht ganz im Ernst – noch rechtzeitig vorher “gewarnt”, das Projekt nicht im Internet Explorer in der Version 6 vorzustellen.
An sich sollte das ja kein Hindernis sein. Zumal ich mit unserem Beamer und Netbook mit allen aktuellen Browsern ausgerüstet war. Nicht gerechnet hatte ich aber mit den IT-technischen Sicherheitsvorkehrungen der Würselener Systemadministratoren bzw. der regioIT (ehemals GKDVZ). Das Anmelden mit meinem Notebook am städtischen Netzwerk war (und ist) natürlich strengstens untersagt.
Schnell wurde mir ein ziemlich aktuelles Stadt-eigenes Notebook aus dem Hause DELL zur Verfügung gestellt. Meine Hoffnung war groß, meine Freude aber schnell getrübt. Wie ich es in meinen schlimmsten Nächten nicht zu träumen gewagt hätte: Der Internet Explorer Version 6 ist in den Rathäusern der Städteregion tatsächlich Standard.
Schon am nächsten Tag zeigte sich bei der Stadtverwaltung Herzogenrath im anderen Zusammenhang gleiches Dilemma. Nur diesmal war ich vorbereitet: Ich hatte das iPad dabei. Soweit die Theorie. Dass ich mich in Herzogenrather Rathaus auch noch ausserhalb des UMTS/Edge/GPRS-Empfangbereiches befinden würde, damit konnte nun wirklich niemand rechnen…
In meinem “vorherigen Leben” habe ich viel mit Behörden und Abteilungen von grossen Industrieunternehmen zu tun gehabt. Es ist teilweise erstaunlich mit welchen mitunter krass veralteten Programmen und Computern dort gearbeitet wird. Ich erinnere mich noch gut daran welche Probleme es machte als die minimale Bildschirmauflösung unserer Applikation auf 1280 Pixel angehoben werden sollte – und ein Großteil der Computer unserer Kunden das einfach nicht konnten. Mein Fazit damals: auf das Schlimmste gefasst sein wenn es um öffentliche Auftraggeber geht.
Oha…wenn denn mal was schiefgeht, dann auch gleich richtig…