Die sozialen Netzwerke der Gegenwart sind im Grunde nichts anderes, als ein digitaler Marktplatz, auf dem die handelnden Personen mal leiser und mal lauter für sich trommeln. Der eine mag schrill und bunt und der andere eher ein stiller Typ sein; und für jeden hat das Internet eine passende Plattform im Angebot. Im Businessportal “Xing” präsentiere ich mich seriös, auf “Facebook” kann auch mal ein privates Foto eingestellt sein und über “Wer-kennt-Wen” finde ich meine alten Schulfreunde wieder.

Dennoch sollte der Nutzer eines bedenken: Die Welt liest mit und damit auch ein potentieller Arbeitgeber. Daher sollte jeder für sich entscheiden, welche Festzelt- Gaudi als Thema für ein digitales Fotoalbum taugt. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft aus dem Jahr 2009 nutzen 28 Prozent der befragten Firmen das Internet für Personalentscheidungen. Immerhin 36 Prozent informieren sich auch über die sozialen Netzwerke. “Fast 80 Prozent der Firmen, die das Internet nutzen, recherchieren dort schon vor der Einladung des Bewerbers zum Vorstellungsgespräch”, heißt es in der Befragung, an der 500 Betriebe teilgenommen haben. Großunternehmen tun dies intensiver als kleinere Unternehmen.

Interessant ist auch, dass private Bilder fast die Hälfte der Personalverantwortlichen stören. Nahezu ebenso viele (43 Prozent) sehen sie aber nicht als Ausschlusskriterium an. Als positiv bewerten fast zwei Drittel der internetnutzenden Unternehmen Hobbys und soziales Engagement der Jobbewerber.

Fazit: Was immer ich auch von mir in sozialen Netzwerken preisgebe: man sollte immer bedenken, welchen Effekt die Information – ob nun als Bild oder Text – bei einem mir fremden Nutzer auslösen könnte. Doch eines muss auch klar sein. Wenn nahezu die gesamte internetfähige Bevölkerung in sozialen Netzenwerken unterwegs ist, dann ist sicherlich auch der eine oder andere Personalchef dabei.

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